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Von Guido, am 7. April 2010
 Schmoltke & Ich
Mit glasigen Augen starren die meisten von uns in den täglichen Büro-Wahnsinn. Stumpf passt sich unsere Vernunft den kleinen Unmöglichkeiten an, die man eigentlich gar nicht verstehen kann. Wo vernünftigerweise das Kreischen einer gut geölten Motorsäge hingehört, versuchen unsere Gedanken verzweifelt den zarten Klang einer Harfe erklingen zu lassen. Wie ginge es auch anders? Irgendwie muss man den Trott doch ertragen – oder nicht?
Raymund Krauleidis zeigt eine andere Lösung; er greift konsequent zur E-Gitarre im Overdrive-Modus. Jedes Kapitel seines neuen Buches „Schmoltke & Ich“ ist wie der geniale Riff eines lauten Metal-Songs, den man sich schon lange gewünscht hat zu hören. Auf immer wieder neue Weisen beschreibt er die Grabenkämpfe seines Protagonisten - in unserer großen Schlacht, die wir völlig euphemistisch Büroalltag nennen. Die verdienten Siege über den „Lieblingskollegen“ Schmoltke und die nicht minder verdienten Rückschläge bieten dem Leser eine wunderbare Weise mit seinen eigenen Problemen zurechtzukommen.
Der einsame Farblaserdrucker auf dem fernen Flur, seltsame willkürliche Budget-Maßnahmen von inkompetenten Vorgesetzten, end- und sinnlose Sitzungen mit dazu passenden Protokollen, immer neue Projekte mit dem Ziel an die Wand zu fahren und eine Bürokratie, die nur dafür gedacht sein kann mit der Herrschaft über die Verwaltung die Verwaltung zu zerstören, hat jeder arme Büroknecht schon mal zu tun gehabt. Die unkonventionelle Herangehensweise unseres Bürohelden, der eigentlich nur eins will – nämlich in Ruhe gelassen zu werden und zu tischkickern – befreit ungemein von den eigenen Sorgenpäckchen, die wir mit uns herum tragen.
Das Buch liest sich flüssig und rund – es gibt keine langweiligen Längen oder sonstige Gefahren für ein “Bored-Out-Syndrom”. Krauleidis Buch ist aber schon wegen den wundervollen E-Mails lesenswert, die direkt aus der Wirklichkeit zu stammen scheinen. Jeder der schon mal von einem „E-Mail-Bumerang“ getroffen wurde, wird befreit auflachen können. Auch die mehrfache Erwähnung der wahrscheinlich erstaunlichsten Stadt des Universums (Bielefeld) erfreut den Leser natürlich.
Fazit: sehr lesenswertes Buch, und es erspart sicher so manchem Büroarbeiter den Gang zum Psychologen; nach dem Lesen erklingt die Harfe nämlich wieder häufiger…
Unbedingt die Website besuchen: www.schmoltke.de!
Von Steffi, am 14. Januar 2010
Fabrizio Gatti beschreibt in diesem Buch seinen Weg als “Illegaler” von Afrika auf den gelobten Kontinent Europa
Atemberaubend- Spannend- Erschütternd
Der italienische Journalist arbeitet ähnlich zu Wallraff unter falscher Identität und Einsatz seines Lebens, um aufzudecken, was allzugern verschwiegen wird…
Kunstmann Vlg., 24,90 € mit vielen Bildern
Von Steffi, am 14. Januar 2010
Wie gerät man in eine revolutionäre Situation, ohne sie wirklich gewollt zu haben ?
Oder, wie genießt man die Vorzüge einer Kommune ohne politische Ambitionen ?
Das Leben schreibt die schönsten Geschichten, obwohl die Geschichte davonjagte. Such is live!!!
68`er mal anders, geschüttelt und nicht gerührt. Aber klasse !!
Von Steffi, am 14. Januar 2010
 Endlich im Taschenbuch !
Ein Kabarettist von Format gibt sich und uns die Ehre…
Eine Delikatesse im Haifischbecken des Buchmarktes ist endlich für alle erschwinglich.
Lothar Dombrowski fordert bei der Betrachtung der Dinge ein “gewisses Niveau”
und trifft damit ins Schwarze.
Schwarz ist auch der sehr spezielle Humor dieses unbequemen Zeitgenossens.
Lassen Sie es mich einfach mit reinem deutschem Gewissen empfehlen…
Genießen Sie ein Tässhen schwarzen Tees und brüllen Sie los, wenn es sein muß, oder gehen Sie still in sich…
Von Steffi, am 14. Januar 2010

Das Originalzitat stammt aus den Befreiungskriegen gegen die Engländer und heißt “Ich wollt`,ich wär Ägypter, wenn ich es nicht schon wär.” Darüber ärgert sich der Autor so sehr, daß er eine Erzählung des Bändchens diesem Thema widmet.
Mit viel Humor und Selbstkritik am heutigen Ägypter, den er nebenher als feige und hinterhältig bezeichnet, erzählt ein Zahnarzt und Journalist aus seinen Kairo. Wunderbar satirisch, aber auch ernst und nachdenklich…
Lenos Verlag
Von Steffi, am 14. Januar 2010

Stil-Ikonen wie Audrey Hepburn , Grace Kelly oder heute Carla Bruni bestimmten den Mode-Geschmack von Tausenden Frauen auf der Welt.
Was macht eine solche Ikone aus ?
Wie profiliert man den klassischen Stil ?
Warum brauchen wir zeitlose Eleganz ?
Ein Geschenk für die Geliebte, für eine Tochter oder für sich selbst ?
Von Steffi, am 14. Januar 2010

Der Zusammenbruch der DDR ging nicht spurlos an der DEFA vorbei. Er zerstörte die Gefüge der kulturellen Einrichtungen gnadenlos. Berühmte Schauspieler der ostdeutschen Filmgesellschaft kommen in diesem Band zu Wort und reflektieren unterschiedliche Erfahrungen im neuen System.
Einige hatten Glück, andere weniger. Die Erfahrungen sind höchst unterschiedlich und wahnsinnig interessant.
Gerade jetzt trifft die Wucht des kapitalistischen Prinzip nichts zu akzeptieren, was nicht Gewinn abwirft, die Kultur unseres Landes mit voller Wucht. Solidarität unter Schauspielern aber bleibt ein seltenes Phänomen.
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